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Johannes Agnoli
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Johannes Agnoli (* 22. Februar 1925cite-ref-1[1] in Valle di Cadore, Italien; â 4. Mai 2003 in San Quirico di Moriano bei Lucca, Italien) war ein deutscher Politikwissenschaftler italienischer Herkunft, der bis 1990 am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin eine Professur fĂźr Politikwissenschaft innehatte. Besonders bekannt wurde er durch seinen bestimmenden Einfluss auf die Studentenbewegung und die AuĂerparlamentarische Bewegung, vor allem durch seinen Essay Die Transformation der Demokratie (1967). Seine Vergangenheit als italienischer Faschist gab Agnoli nach dem Krieg an, verschwieg jedoch seine Tätigkeit fĂźr die Waffen-SS. Sie wurde erst nach seinem Tod von seiner Witwe bekannt gemacht.
Agnoli vertrat eine materialistische, radikaldemokratische und strukturalistische Staatsauffassung, die weder klassisch marxistisch, leninistisch, und auch nicht linkssozialistisch im Sinne Wolfgang Abendroths war. Seine Forschungsschwerpunkte waren Staatstheorie und Staatsphilosophie, besonders die der Moderne, von faschistischen Auffassungen Ăźber bĂźrgerlich-liberale bzw. bĂźrgerlich-demokratische, marxistische, leninistische und stalinistische Positionen, bis hin zur anarchistischen Ablehnung jeglicher Staatlichkeit.cite-ref-2[2]
Contents
⢠Leben
⢠Rezeption
⢠Zitat
⢠Literatur
⢠Film
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
Agnolicite-ref-0-3-0[3] wurde mit dem Geburtsnamen Giovanni als viertes Kind einer wohlhabenden italienischen Familie in Valle di Cadore in den Ăśstlichen Dolomiten geboren. Seine Eltern waren Pietro Agnoli, Ingenieur, und Margherita Agnoli, geborene Ponte.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5] Wie seine Ehefrau in seiner Biografie darstellte, war der Vater in seiner Jugend antikatholisch und entwickelte sich zum Anarcho-Syndikalisten. Er verlor 1929 sein durch Aktienspekulation erworbenes VermĂśgen, auĂerdem Haus- und Grundbesitz, und starb in Armut. Johannes Agnoli wurde nach der Einschulung Mitglied der faschistischen Jugendorganisation GioventĂš italiana del littorio und stieg zum ProvinzialfĂźhrer auf. In der SchĂźlerzeitung lobte er den Krieg und die deutschen Siege. Den Krieg fasste er als Kampf mit der Macht des Goldes auf. Als ProvinzialfĂźhrer der faschistischen Oberschuljugend und Mitarbeiter in der Kommission fĂźr Kultur schrieb er 1943 in der Zeitschrift Dolomiti:
âAn unsere richtige Sache zu glauben, an die Idee, fĂźr die heute viele junge Männer sterben, weil nur wir das Recht haben, uns Verteidiger der Kultur zu nennen: weil unser Glaube nicht nur den Namen Faschismus trägt, vielmehr den Namen Europa.â
Nach dem Abitur im Mai 1943, der deutschen Besetzung Italiens und dem Sturz Mussolinis im Juli 1943 meldete sich Agnoli zur Waffen-SS, die fßr ausländische Kriegsfreiwillige zuständig war. Die Einheit ßberstellte Agnoli zu den Gebirgsjägern der deutschen Wehrmacht, deren Härte er bewunderte. Er wurde bei der Bekämpfung der jugoslawischen Partisanen Titos eingesetzt.
Im Mai 1945 geriet Agnoli in britische Gefangenschaft und wurde im Kriegsgefangenenlager im ägyptischen Moascar in der Sueskanalzone interniert. Im Reeducational Work betreute er den Philosophiekurs, den er mit Windelbands Philosophiegeschichte bestritt. In dem Manuskript FrĂźhjahrswindcite-ref-6[6] formulierte er 1948 seine Bewunderung fĂźr die Deutschen: âIch trage nämlich darnach Verlangen, dass der deutsche Wind wieder weht, dass das deutsche Volk wieder die MĂśglichkeit der Durchdringung und Eindringung gewinnt.â Im Sommer 1948 wurde er entlassen.
In Urach, dem heutigen Bad Urach, arbeitete Agnoli zunächst in einem Sägewerk, bis er im Dezember zum Wintersemester 1949 mit einem Kriegsteilnehmer-Stipendium in Tßbingen studieren konnte. Seine Einschreibung von 1943 bis 1947 an der Universität Padua fßr das Fach Philosophie wurde anerkannt. Er belegte Vorlesungen bei Eduard Spranger, Hans Wenke, Krßger und Kienzle. Er wurde mit einer Arbeit ßber Giambattista Vicos Philosophie des Rechts zum Dr. phil. promoviert und legte bei Theodor Eschenburg ein Examen in Politikwissenschaft ab.
Im Mai 1955 wurde Agnoli in Deutschland eingebĂźrgert.
1957 trat Johannes Agnoli in die SPD ein, aus der er 1961 als Mitglied der Sozialistischen FĂśrderergesellschaft wegen des Unvereinbarkeitsbeschlusses mit dem SDS ausgeschlossen wurde.
1960 wurde Agnoli Assistent bei dem Politikwissenschaftler Ferdinand Aloysius Hermens in KĂśln. Nachdem Agnoli auf einer Tagung die Anerkennung der DDR befĂźrwortet hatte, trennte sich Hermens von ihm. Auf Empfehlung von Wolfgang Abendroth wurde er Assistent von Ossip K. Flechtheim am Otto-Suhr-Institut und habilitierte sich dort 1972. Von 1972 bis 1990 war er Professor fĂźr Theorie der Politikcite-ref-7[7] am Otto-Suhr-Institut fĂźr Politikwissenschaft der FU Berlin.
Agnoli gehĂśrte zu den Vordenkern der 68er-Studentenbewegung. Das Buch Die Transformation der Demokratie, das er 1967 zusammen mit dem Sozialpsychologen Peter BrĂźckner verfasste, enthält seinen Aufsatz gleichen Titels zur radikaldemokratischen Wahl- und Pluralismuskritik in Deutschland. Anhänger des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und der AuĂerparlamentarischen Opposition (APO) betrachteten dieses Werk in den späten 1960er Jahren als einen zentralen programmatischen Text.
Agnoli lehnte das Repräsentativsystem, den Parlamentarismus und das vom deutschen Grundgesetz konzipierte Leitbild der Demokratie ab. 1967 beteiligte er sich maĂgeblich an der GrĂźndung des Republikanischen Clubs in West-Berlin sowie an den Debatten und Aktionen der APO. Zwischen 1962 und 1965 war er zudem als Dozent in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit der IG Metall tätig.cite-ref-8[8]
Als 1975 die Staatsanwaltschaft Mßnchen Strafantrag gegen die Herausgeber des Buches Wie alles anfing von Bommi Baumann stellte, in der dieser seine Entwicklung zum aktiven Stadtguerillero schilderte, und die vorläufige Beschlagnahme anordnete, gehÜrte Agnoli zum Kreis derer, die eine Neuauflage herausgaben und verbreiteten.
Zwischen 1973 und 1976 lehrte Agnoli an der Universität Kalabrien im italienischen Cosenza. Es kam zu einem Skandal und zur zeitweiligen Annullierung von Agnolis Prßfungen, da er die Prßfungen aller seiner Studierenden mit 30 Punkten (die Durchschnittsnote betrug 29) bewertete.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
Im Juni 1977 war Agnoli, wiederum mit Peter BrĂźckner, Mitherausgeber eines Nachdrucks des GĂśttinger-Mescalero-Textes zur Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback durch die RAF.cite-ref-11[11] Agnoli war zwar gegen das Gewaltmonopol des Staates, betonte aber gleichsam wie der âMescaleroâ: âDer Weg zur Emanzipation kann nicht mit Leichen gepflastert werden.âcite-ref-0-3-1[3]
Agnoli starb am 4. Mai 2003 in der Toskanacite-ref-12[12], wo er nach seiner Emeritierung seit 1991 in San Quirico di Moriano (Lucca) lebte.cite-ref-13[13] Seine Grabstätte befindet sich in dem Ort Saltocchio.cite-ref-14[14] Seine Witwe ßbergab Anfang 2006 seine Privatbibliothek als Spende an die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Die knapp 1.500 Bßcher und Broschßren sind dort in der Johannes-Agnoli-Bibliothek zugänglich.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]
Agnoli war seit 1962 mit der Psychologin Barbara GĂśrres Agnoli (1938â2011) verheiratet.cite-ref-17[17]
Die Transformation der Demokratie
â
Hauptartikel
:
Die Transformation der Demokratie
Als Agnolis Hauptwerk gilt die zuerst 1967 erschienene Schrift Die Transformation der Demokratie. Darin analysiert er die Involution der liberalen parlamentarischen Demokratie zu einer neofeudalen oder autoritären Herrschaftsform. Den Titel hat Agnoli von dem profaschistischen Ăkonomen und Soziologen Vilfredo Pareto Ăźbernommen, auf den er sich mehrfach bezieht und der 1920 einen Aufsatz âTrasformazione della democraziaâ verĂśffentlicht hatte. Die liberale Demokratie betrachtete Agnoli als eine konstitutionelle Oligarchie, in ihr wĂźrden Wirtschaftsinteressen in scheindemokratische Entscheidungen transformiert. Im liberalen Verfassungsstaat gelinge es den Kapitalinteressen, den Staat weiter zur Sicherung ihrer Herrschaft und ihrer weiteren Bereicherung zu instrumentalisieren. Dabei werde das Wahlvolk Ăźber seine Machtlosigkeit getäuscht und seine gewaltbewehrte Unterwerfung unter ihre Kapitalinteressen verschleiert. Die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit wĂźrden konsumistisch befriedet. Die Eliten erzeugten die Illusion einer Sozialpartnerschaft, politische Gegensätze wĂźrden durch parlamentarische Strukturen ausgeglichen. Der Vorteil fĂźr das Kapital gegenĂźber der faschistischen Herrschaftsform sei die weitgehende Freiheit von äuĂerer Gewalt, die parlamentarische Herrschaftsform sei effektiver und moderner.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
Rezeption
In mehreren StrĂśmungen der politischen Linken kann eine Agnoli-Rezeption festgestellt werden. Beispielsweise beim Ăa ira Verlag, im Konflikt und Agnoli-Streit um Herausgeber-Rechte und antideutsche Positionen, in der autonomen Bewegung und im libertär-sozialistischen Spektrum um die Zeitschriften Schwarzer Faden und Graswurzelrevolution.
Hans JĂźrgen Degen beschrieb Agnoli als einen exzellenten Anarchismus-Kenner: Agnoli âinterpretierte âseinenâ Marx eben âlibertärâ, weil der âMarxismusâ des âNicht-Marxistenâ Marx fĂźr ihn eine freiheitliche âLehreâ war. Agnoli wollte die VersĂśhnung der beiden âautoritären Knochenâ Marx und Bakunin: Er wollte die âfreiheitlichen Elemente der zersplitterten sozialistischen Emanzipationsbewegung zur Aktion bringenâ. Das sollte aber keineswegs durch Verwischung der unterschiedlichen Positionen geschehen. ⌠Agnoli hatte einen âstarken Hangâ zum Libertären. Deshalb bedauerte er die âgesellschaftliche Impotenzâ der Libertären: âMit einem Schuss Marx kann das vergehen.ââcite-ref-21[21]
Walter Euchner kritisiert an Agnoli, dass er den ursprßnglichen Charakter der Theorie des Gesellschaftsvertrages nicht verstanden habe, obwohl doch selbst AbbÊ Sieyès einen Unterschied zwischen der multitudo (der Masse der BevÜlkerung) und der pouvoir constituant gemacht habe. Er gesteht Agnoli zu, jeder Politikwissenschaftler wisse, dass an seiner Feststellung, die Liberaldemokratie sei eigentlich eine konstitutionelle Oligarchie, etwas Wahres sei, aber es komme auf die normative Messlatte an. Gemessen an einer Gesellschaft der Freien und Gleichen sei das Ergebnis inakzeptabel, aber wenn man nach konkreten ReformmÜglichkeiten frage, mßsse man das Bild differenzierter zeichnen: Politische Machtwechsel seien weiterhin mÜglich und vom Ergebnis her relevant.cite-ref-22[22]
Debatte um ZugehĂśrigkeit zur Waffen-SS
Die Frage, wie Agnoli später zu seinem Engagement fßr die faschistische Bewegung, zu seiner Meldung bei der Waffen-SS, zur Wehrmacht und zu seinem Einsatz als Soldat der Wehrmacht in der Partisanenbekämpfung stand, hat zu kontroversen Diskussionen gefßhrt.
Wolfgang Kraushaar kritisierte Agnolis Rekurs auf den präfaschistischen Theoretiker Vilfredo Pareto. Der Politikwissenschaftler Michael Hewener kam in seiner Auseinandersetzung mit dieser These zu einem gegenteiligen Ergebnis: Agnoli zitiere Pareto in eindeutig kritischer Absicht: um auf die seiner Meinung nach zu groĂe Staatsnähe zeitgenĂśssischer Politikwissenschaft zu verweisen. Der Rekurs auf Pareto stehe in Agnolis Werk fĂźr einen biographisch-theoretischen Bruch, nicht fĂźr Kontinuität.cite-ref-23[23]
Kraushar warf Agnoli zudem vor, Ăźber seine Vergangenheit weitgehend geschwiegen zu haben, so dass sie lange nur Eingeweihten bekannt gewesen sei. Nachdem in den 1980er Jahren begonnen habe âimmer mehr durchzusickernâ, sei erst 2004 mit der VerĂśffentlichung der von seiner Witwe Barbara GĂśrres Agnoli verfassten Biografie Johannes Agnoli â Eine biografische Skizze die faschistische Vergangenheit Agnolis âzusammenhängend aufgedecktâ worden.cite-ref-24[24]
Kollegen Agnolis, wie etwa Wolf-Dieter Narr und Richard StĂśss, widersprechen Kraushaars Darstellung. Agnoli habe âin geselliger Rundeâ gerne von seiner Jugendzeit berichtet und keinen Hehl aus seiner damaligen Begeisterung fĂźr die faschistische Bewegung gemacht.cite-ref-25[25]
GĂśtz Aly zufolge hat Agnoli zwar mitgeteilt, dass er der faschistischen Partei Italiens angehĂśrt hatte, seine Meldung Ăźber die Waffen-SS zur Wehrmacht 1943 und seinen Einsatz bei der Partisanenbekämpfung in Jugoslawien allerdings verschwiegen.cite-ref-26[26] Auch Agnolis Witwe berichtet in ihrer âbiografischen Skizzeâ keine Details seines Einsatzes, stellt aber wertend fest: âAgnoli hat seine faschistische Vergangenheit zwar nicht verdrängt â er hat sich zeitlebens mit dem Faschismus auseinandergesetzt â, aber er hat sich ihr gegenĂźber doch einiges vorgemacht.â
Zitat
âNur das organisierte Nein sprengt die Fesseln staatsbĂźrgerlich-parlamentarischer Gleichschaltung und kann den FĂźhrungskonflikt wieder zu einem Herrschaftskonflikt ausweiten.â
â
Johannes Agnoli
:
Die Transformation der Demokratie, S. 74
Schriften (Auswahl)
⢠Mit Peter Brßckner: Die Transformation der Demokratie. Voltaire Verlag, Berlin 1967 (aktuelle Ausgabe: Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-89458-232-4).
⢠Mit Wolf-Dieter Narr, Hermann Kaste, Joachim Raschke: Auf dem Weg zum Einparteienstaat. Verlag fßr Sozialwissenschaften, 1977, ISBN 3-531-11366-6.
⢠Mit Ernest Mandel: Offener Marxismus. Ein Gespräch ßber Dogmen, Orthodoxie und die Häresie der Realität. Campus Verlag, Frankfurt am Main 1980.
⢠Subversive Theorie: âDie Sache selbstâ und ihre Geschichte. ça ira Verlag, Freiburg i. Br. 1999, ISBN 3-924627-41-X (aktuelle Ausgabe: Schmetterling Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-89657-066-6).
⢠Der Staat des Kapitals und weitere Schriften zur Kritik der Politik. ça ira Verlag, Freiburg i. Br. 1995, ISBN 3-924627-32-0.
⢠Faschismus ohne Revision. ça ira Verlag, Freiburg i. Br. 1998, ISBN 3-924627-47-9 (aktuelle Ausgabe: Schmetterling Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-89657-074-1).
⢠1968 und die Folgen. ça ira Verlag, Freiburg i. Br. 1998, ISBN 3-924627-59-2 (aktuelle Ausgabe: Schmetterling Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-89657-075-8).
⢠Politik und Geschichte. ça ira Verlag, Freiburg i. Br. 2004, ISBN 3-924627-67-3 (aktuelle Ausgabe: Schmetterling Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-89657-073-4).
⢠Staat und Kapital. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-89657-171-7.
Literatur
Biografische Texte
⢠Barbara GĂśrres Agnoli: Johannes Agnoli â Eine biografische Skizze. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-89458-233-2.
⢠Christoph Burgmer: Das negative Potential. Gespräche mit Johannes Agnoli. ça ira-Verlag, Freiburg 2002, ISBN 3-924627-07-X.
⢠Michael Hewener: Johannes Agnoli oder: Subversion als Wissenschaft. Dietz Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-320-02429-1.
⢠Wolfgang Kraushaar: Agnoli, die APO und der konstitutive Illiberalismus seiner Parlamentarismuskritik. (PDF; 997 kB). In: ZParl. 38. Jahrgang, 2007, Heft 1, S. 160â179. (zparl.nomos.de)
⢠Ekkehart Krippendorff: Rot war die Farbe dieses bunten Vogels â Rebellieren ist immer gerecht: zum Tod des Berliner Politologen Johannes Agnoli. In: Der Tagesspiegel. 7. Mai 2003. (tagesspiegel.de)
⢠Wolf-Dieter Narr: Johannes Agnoli â Die rare, aber aller Emanzipation notwendige Kombination: Kommunist und Anarchist in einer Person (und ihrer ProgrammPraxis). In: Graswurzelrevolution. Nr. 281, Sommer 2003. (graswurzel.net)
Theoretische Texte
Chronologisch geordnet:
⢠Joachim Bruhn, Manfred Dahlmann, Clemens Nachtmann (Hrsg.): Geduld und Ironie. Johannes Agnoli zum 70. Geburtstag. ça ira Verlag, Freiburg im Breisgau 1995, ISBN 3-924627-42-8.
⢠Joachim Bruhn, Manfred Dahlmann, Clemens Nachtmann (Hrsg.): Kritik der Politik â Johannes Agnoli zum 75. Geburtstag. ça ira Verlag, Freiburg im Breisgau 2000, ISBN 3-924627-66-5. Mit Beiträgen von Hans-Georg Backhaus, Werner Bonefeld, Manfred Dahlmann, Ulrich Enderwitz, Georg FĂźlberth, Stephan Grigat, Fabian Kettner, Antonio Negri, Gerhard Scheit, Michael Wilk u. a.
⢠Michael Hewener: Wirtschaftsdemokratie im Staat des Kapitals? In: Axel Weipert (Hrsg.): Demokratisierung von Wirtschaft und Staat â Studien zum Verhältnis von Ăkonomie, Staat und Demokratie vom 19. Jahrhundert bis heute. NoRa Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86557-331-5, S. 182â191.
⢠Stephan Grigat: Subversives Denken im Postfaschismus und der Staat des Kapitals. Eine Erinnerung an Johannes Agnoli. In: Merlin Wolf (Hrsg.): Irrwege der Kapitalismuskritik. Aschaffenburg 2017, S. 149â171.
⢠Michael Hewener: Die Theorie der AuĂerparlamentarischen Opposition: Johannes Agnolis "Transformation der Demokratie. In: Zauber der Theorie â Geschichte der Neuen Linken in Westdeutschland. Schwerpunktheft. (= Arbeit â Bewegung â Geschichte. Heft II/2018). S. 39â45.
⢠Michael Hewener, Niccolò Agnoli (Hrsg.): Staat und Kapital: Theorie und Kritik: Theorie, Kritik und Alternativen. Eine Einfßhrung. Schmetterling, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-89657-171-7.
Film
⢠2003: Das negative Potential online â Johannes Agnoli im Gespräch, Dokumentation von Markus Mischkowski
Weblinks
⢠Literatur von und ßber Johannes Agnoli im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Johannes Agnoli bei Perlentaucher
⢠âVom Bewunderer Mussolinis zum WortfĂźhrer der Apoâ
⢠Agnolis letzter längerer Artikel in der Zeit (Februar 2000): âDie Transformation der Linkenâ
⢠SDS-Website: Barbara Agnoli antwortet auf Wolfgang Kraushaars Vortrag in der Villa Vigoni.
⢠Thesen zur Transformation der Demokratie - ad usum des RC, erstmals erschienen in âKONTURENâ Nr. 31, Zeitschrift fĂźr Berliner Studenten (1967; mit einem Schreib- bzw. Druckfehler: âKeisenâ im Text als Zitatquelle muss richtig (Hans) Kelsen heiĂen)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Whoâs Who in The World. 21. Auflage. 2001, S. 22.
cite-note-22. â Johannes-Agnoli-Bibliothek - Rosa-Luxemburg-Stiftung. Abgerufen am 28. April 2024 (deutsch).
cite-note-0-33. â B. GĂśrres Agnoli: Johannes Agnoli, eine biographische Skizze. Hamburg 2004, S. 30.
cite-note-44. â Whoâs who in Germany. 1990, S. 16.
cite-note-55. â Johannes Agnoli im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
cite-note-66. â âFrĂźhjahrswindâ, Johannes Agnoli 1948. Abgerufen am 12. März 2025.
cite-note-77. â Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Whoâs who. 24. Ausgabe. Schmidt-RĂśmhild, LĂźbeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 7.
cite-note-88. â Barbara GĂśrres-Agnoli: Johannes Agnoli - Eine autobiografische Skizze. 2004, S. 100â101.
cite-note-99. â Barbara GĂśrres-Agnoli: Johannes Agnoli - Eine biografische Skizze. 2004, S. 86â87.
cite-note-1010. â Mariantonietta Colimberti: La furia del fare. Il rettore Andreatta ad Arcavacata. (PDF) In: arel.it. 2018, abgerufen am 4. März 2022 (italienisch).
cite-note-1111. â Buback â ein Nachruf bei Glasnost-Archiv
cite-note-1212. â Ekkehart Krippendorff: Rebellieren ist immer gerecht: zum Tod des Berliner Politologen Johannes Agnoli. In: Der Tagesspiegel. 7. Mai 2003, abgerufen am 22. Januar 2020.
cite-note-1313. â Barbara GĂśrres-Agnoli: Johannes Agnoli - Eine biografische Skizze. 2004, S. 121.
cite-note-1414. â Barbara GĂśrres-Agnoli: Johannes Agnoli - Eine biografische Skizze. 2004, S. 136.
cite-note-1515. â Constantin Mavromatidis: Agnoli im RLS Archiv. In: Neues Deutschland. 5. März 2016, abgerufen am 22. Januar 2020.
cite-note-1616. â Johannes-Agnoli-Bibliothek. In: Website der Rosa Luxemburg Stiftung. Abgerufen am 22. Januar 2020.
cite-note-1717. â Siehe Seite des Perlentaucher Ăźber Barbara GĂśrres Agnoli, abgerufen am 13. Mai 2024.
cite-note-1818. â Richard Saage, Gunnar Berg: Zwischen Triumph und Krise: Zum Zustand der liberalen Demokratie nach dem Zusammenbruch der Diktaturen in Osteuropa. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-97375-7 (com.ph [abgerufen am 17. März 2019]).
cite-note-1919. â Richard Heigl: Das Unbehagen am Staat. Staatskritik bei Wolfgang Abendroth und Johannes Agnoli. In: Christoph JĂźnke (Hrsg.): Linkssozialismus in Deutschland. Jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus? VSA-Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-89965-413-4.
cite-note-2020. â Vladimir Tismaneanu: Promises of 1968: Crisis, Illusion, and Utopia. Central European University Press, 2011, ISBN 978-6-15505304-7, S. 83 (google.de [abgerufen am 28. April 2024]).
cite-note-2121. â aus Gesprächen mit Agnoli, zit. in Graswurzelrevolution Nr. 338, 4/2009.
cite-note-2222. â Richard Saage, Gunnar Berg: Zwischen Triumph und Krise: Zum Zustand der liberalen Demokratie nach dem Zusammenbruch der Diktaturen in Osteuropa. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-97375-7 (com.ph [abgerufen am 17. März 2019]).
cite-note-2323. â Michael Hewener: Die Theorie der AuĂerparlamentarischen Opposition: Johannes Agnolis "Transformation der Demokratie. In: Zauber der Theorie - Geschichte der Neuen Linken in Westdeutschland. Schwerpunktheft von Arbeit â Bewegung â Geschichte, Heft II/2018, S. 39â45.
cite-note-2424. â Wolfgang Kraushaar: Agnoli, die APO und der konstitutive Illiberalismus seiner Parlamentarismuskritik. In: Zeitschrift fĂźr Parlamentsfragen. 38, 2007, S. 176f. (PDF-Datei)
cite-note-2525. â Wolf-Dieter Narr, Richard StĂśss: Johannes Agnolis âTransformation der Demokratieâ. Ein Beitrag zur gesellschaftskritischen Politikanalyse. In: Zeitschrift fĂźr Parlamentsfragen. 38, 2007, S. 833f. (PDF-Datei)
cite-note-2626. â Die Täter waren nicht primitiv. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Dezember 2009. âIn welcher K-Gruppe waren Sie denn?â Interview der tageszeitung mit GĂśtz Aly und Katharina Rutschky, 29. Dezember 2007, Abruf am 17. August 2012.